Wurzelrechner

Berechnen Sie Quadratwurzeln fuer positive und negative Zahlen. Negative Ergebnisse werden als imaginaere Zahlen mit i dargestellt.

Quadratwurzeln, auch aus negativen Zahlen

Jede positive Zahl hat zwei Quadratwurzeln, eine positive und eine negative, und das Wurzelzeichen bezeichnet vereinbarungsgemäß nur die positive. Negative Zahlen haben gar keine reelle Wurzel - hier kommen imaginäre Zahlen ins Spiel, und die sind weit praktischer, als ihr Name vermuten lässt.

Formel

Für n >= 0: Wurzel(n) = x mit x² = n | Für n < 0: Wurzel(n) = i x Wurzel(|n|)

Die Hauptwurzel ist stets die nichtnegative. Wurzel(25) ist 5, während die Gleichung x² = 25 sowohl 5 als auch -5 als Lösung hat.

Zwei Wurzeln, ein Zeichen

Diese Unterscheidung sorgt für mehr Verwirrung als alles andere. Wurzel(9) = 3, Punkt. Die Gleichung x² = 9 hat dagegen die Lösungen x = 3 und x = -3, geschrieben x = ±3.

Die Konvention existiert, damit die Quadratwurzel eine Funktion sein kann: ein Eingabewert, ein Ergebnis. Sonst wäre das Wurzelzeichen mehrdeutig und nicht darstellbar.

Praktische Folge: wenn Sie beim Lösen einer Gleichung auf beiden Seiten die Wurzel ziehen, müssen Sie das ± selbst ergänzen. Wer es vergisst, verliert die Hälfte der Lösungen, und in physikalischen Aufgaben ist die verworfene oft die relevante.

Negative Eingaben und imaginäre Zahlen

Keine reelle Zahl ergibt quadriert etwas Negatives, denn sowohl positive als auch negative Zahlen werden beim Quadrieren positiv. Die Mathematik löst das, indem sie i mit i² = -1 definiert.

Damit ist Wurzel(-4) = 2i, Wurzel(-1) = i und Wurzel(-18) = 3i x Wurzel(2), also etwa 4,243i. Alles Übrige funktioniert wie gewohnt: der Betrag stammt aus dem Absolutwert, i trägt die Vorzeicheninformation.

Eine Regel bricht: Wurzel(a) x Wurzel(b) = Wurzel(ab) gilt nur, wenn mindestens einer der Werte nichtnegativ ist. Auf zwei negative angewandt entsteht das bekannte Fehlergebnis Wurzel(-1) x Wurzel(-1) = Wurzel(1) = 1, richtig ist -1.

Trotz des Namens beschreiben imaginäre Zahlen Messbares: Wechselstromimpedanz, Signalverarbeitung, Regelungstechnik und Quantenmechanik beruhen darauf.

Wurzeln ohne Taschenrechner schätzen

Grenzen Sie die Zahl zwischen zwei Quadratzahlen ein und interpolieren Sie. Für Wurzel(50): 49 ist 7², 64 ist 8², das Ergebnis liegt also knapp über 7. Lineare Interpolation ergibt 7 + 1/15 = 7,07; der wahre Wert ist 7,0711.

Besser ist ein Schritt des babylonischen Verfahrens: schätzen Sie g und verbessern Sie mit (g + n/g) / 2. Von 7 aus: (7 + 50/7) / 2 = 7,0714, nach einem einzigen Durchgang auf vier Nachkommastellen genau.

Das Verfahren ist über tausend Jahre älter als Newton und konvergiert quadratisch, verdoppelt also je Schritt etwa die Zahl korrekter Stellen.

Rechenbeispiel

Ein quadratisches Grundstück hat 340 m² Fläche. Wie lang ist eine Seite?

Wurzel(340) liegt zwischen Wurzel(324) = 18 und Wurzel(361) = 19. Babylonischer Schritt von 18: (18 + 340/18) / 2 = 18,444. Zweiter Schritt: (18,444 + 340/18,444) / 2 = 18,4391. Die Seite misst 18,44 m.

Die negative Wurzel -18,44 ist mathematisch gültig, hier aber physikalisch sinnlos - eine Länge kann nicht negativ sein. Das ist der übliche Grund, eine Lösung zu verwerfen, und er sollte benannt statt stillschweigend angenommen werden.

Quadratzahlen, die man kennen sollte

nn
1112117289
1214418324
1316919361
1419620400
1522525625
1625630900

Wer die Quadrate bis 25 kennt, schätzt Wurzeln schnell und zuverlässig.

Häufige Fragen

Weil er im reellen Modus arbeitet. Das Ergebnis lautet 2i und erfordert komplexe Zahlen. Die meisten wissenschaftlichen Rechner haben dafür einen a+bi-Modus.

Das Wurzelzeichen bezeichnet die nichtnegative Hauptwurzel, also Wurzel(25) = 5. Die Gleichung x² = 25 ist eine andere Aussage und hat beide Lösungen.

Null, und es ist die einzige Zahl mit genau einer Quadratwurzel. Jede positive Zahl hat zwei, jede negative zwei imaginäre.

In großem Umfang. Elektrotechniker nutzen sie für Wechselstromimpedanz, die Signalverarbeitung für die Fourier-Transformation, und die Quantenmechanik ist im komplexen Hilbertraum formuliert.

Die Annahme, sie sei ein vollständig gekürzter Bruch, führt zum Widerspruch: Zähler und Nenner erweisen sich beide als gerade, der Bruch war also nicht gekürzt. Dieser Beweis gehört zu den ältesten der Mathematik.

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Quellen

Zuletzt geprüft: 2026-08-08. Diese Seite dient der Information. Bei rechtlichen, medizinischen, steuerlichen oder finanziellen Entscheidungen lassen Sie das Ergebnis fachlich prüfen.