TDEE-Rechner
Schaetzen Sie Ihren gesamten taeglichen Energieverbrauch (TDEE) anhand von BMR und Aktivitaetsniveau.
Gesamtumsatz und seine vier Bestandteile
Der Gesamtumsatz ist der Ruheumsatz multipliziert mit einem Aktivitätsfaktor, und dieser Faktor ist das schwächste Glied der ganzen Rechnung. Eine Stufe zu hoch zu wählen bläht die Schätzung um 300 kcal oder mehr auf - genug, um eine Gewichtsabnahme vollständig zum Stillstand zu bringen.
Formel
Gesamtumsatz = Grundumsatz x Aktivitätsfaktor
Der Faktor umfasst Sport, Alltagsbewegung und den Energieaufwand der Verdauung zusammen. Er ist kein reiner Sportfaktor.
Was der Faktor tatsächlich bündelt
Der Tagesumsatz besteht aus vier Teilen, und nur einer davon ist das, was die meisten unter Sport verstehen.
- Grundumsatz: 60 bis 70 % des Gesamtwerts bei sitzender Tätigkeit. Die Grundkosten des Lebendigseins.
- Thermische Wirkung der Nahrung: rund 10 % der zugeführten Kalorien. Protein liegt mit 20 bis 30 % der eigenen Energie am höchsten, Kohlenhydrate bei 5 bis 10 %, Fett bei 0 bis 3 %.
- Sportliche Aktivität: gezieltes Training. Bei den meisten Menschen 5 bis 15 % und damit weit weniger, als die Intuition nahelegt.
- Alltagsbewegung außerhalb des Sports: alles Übrige - Gehen, Stehen, Zappeln, Haltung. Sie schwankt zwischen Personen um bis zu 2.000 kcal am Tag und ist die größte Einzelquelle der Streuung.
Warum das Aktivitätsniveau überschätzt wird
Die Stufe "mäßig aktiv" setzt drei bis fünf Trainingseinheiten pro Woche zusätzlich zu einem ohnehin bewegten Tag voraus. Ein Bürojob plus drei Trainingseinheiten liegt meist näher bei "leicht aktiv", weil die übrigen 23 Stunden dieser Tage sitzend verbracht werden.
Verstärkend kommt hinzu: mit mehr Training sinkt die Alltagsbewegung. Interventionsstudien finden regelmäßig kompensatorische Rückgänge der spontanen Bewegung, sodass zusätzliches Training den Gesamtumsatz nicht um die volle Trainingsenergie erhöht.
Fitnesstracker lösen das Problem nicht. Unabhängige Validierungsstudien finden je nach Gerät und Aktivität Abweichungen von 20 bis 90 % beim Energieumsatz; Herzfrequenz und Schrittzahl sind deutlich genauer als die daraus abgeleitete Kalorienschätzung.
Behandeln Sie den Wert als Hypothese
Richtig verwendet ist ein Gesamtumsatzwert kein Ziel, dem man vertraut, sondern ein Ausgangspunkt, den man prüft.
- Essen Sie zwei bis drei Wochen auf dem berechneten Erhaltungsniveau und erfassen Sie die Zufuhr ehrlich.
- Wiegen Sie sich unter gleichen Bedingungen und nutzen Sie den Wochendurchschnitt, nicht einen Einzelwert. Tagesschwankungen von 1 bis 2 kg durch Wasser und Glykogen sind normal.
- Bleibt das Gewicht stabil, war die Schätzung richtig. Hat es sich bewegt, passen Sie um etwa 100 bis 200 kcal an und wiederholen Sie.
- Rechnen Sie nach jeweils 5 kg Gewichtsveränderung neu, da der Grundumsatz mit der Körpermasse sinkt.
Rechenbeispiel
Ein Mann mit einem Grundumsatz von 1.750 kcal arbeitet im Büro und trainiert viermal pro Woche. Verlockend ist "sehr aktiv" (1,725), was 3.019 kcal ergibt.
Ehrlicher wäre "mäßig aktiv" (1,55) mit 2.713 kcal - oder sogar "leicht aktiv" (1,375) mit 2.406 kcal, da seine trainingsfreien Stunden sitzend verlaufen.
Zwischen höchster und niedrigster Wahl liegen 613 kcal am Tag, also über 4.000 kcal in der Woche. Den Faktor optimistisch zu wählen ist der häufigste Grund, warum ein berechnetes Defizit nichts bewirkt.
Aktivitätsfaktoren und was sie wirklich beschreiben
| Stufe | Faktor | Realistische Beschreibung |
|---|---|---|
| Sitzend | 1,2 | Bürojob, wenig gezielte Bewegung, unter 5.000 Schritte |
| Leicht aktiv | 1,375 | Leichtes Training 1-3 Tage pro Woche oder stehende Tätigkeit |
| Mäßig aktiv | 1,55 | Training 3-5 Tage pro Woche plus bewegter Alltag |
| Sehr aktiv | 1,725 | Intensives Training 6-7 Tage pro Woche |
| Extrem aktiv | 1,9 | Körperliche Arbeit plus tägliches Training |
Im Zweifel die niedrigere Stufe wählen. Die Überschätzung ist der häufigere und folgenreichere Fehler.
Häufige Fragen
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Quellen
Zuletzt geprüft: 2026-08-08. Diese Seite dient der Information. Bei rechtlichen, medizinischen, steuerlichen oder finanziellen Entscheidungen lassen Sie das Ergebnis fachlich prüfen.